Daintree National Park & Palm Cove

Die letzten beiden Tage verbrachten wir im Daintree Nationalpark. Dieser befindet sich gut 50 Km nördlich von Port Douglas, und ist nur erreichbar mittels Fähre-Überfahrt über den Daintree-River (Return-Ticket kostete stolze 23 Dollar). Dafür bekommt man aber schon gleich nach dem Fluss eine beachtliche Naturszenerie geboten – die Strassen sind gesäumt von Regenwald, der gleich an wunderschöne Sandstrände grenzt. Nach einer kurvenreichen Fahrt, die abgesehen von Palmen und Meer, an Schweizer Pässe erinnert, bekommen wir am Walluwurrigga Alexandra Range Lookout Point einen ersten wunderschönen Ausblick aufs Meer und das Cape Kimberly geboten.

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Danach wussten wir, trotz freundlicher Beratung im Hostel in Port Douglas, nicht so richtig was wir genau machen sollten. Handyempfang war auch nicht mehr wirklich vorhanden, so suchten wir (ganz ohne Trip-Advisor…) ein Touri-Info-Center auf. Wir fühlten uns dort nicht so wirklich willkommen und die Beratung war so schlecht, dass wir uns auf die Infos aus unserem Offline-Reiseführer beriefen und im offiziellen Nationalpark-Camping übernachten wollten. Das notwendige Pre-Booking erledigten wir dann ‘Old-School’ mittels Münztelefon – muss schon Jahre her sein seit dem letzten Gebrauch. Glücklicherweise meisterten wir auch diese Hürde und setzten unsere Reise Richtung Cape Tribulation fort. Trotz diverser Warnschilder überkreutzen leider keine Cassowaries die Strasse. Beim Kulki Lookout Point assen wir eine Kleinigkeit und setzten wir uns dann zusammen und diskutierten das Rahmenprogramm für die nächsten 2 Tage. Am Nachmittag stand Schwimmen im Emmagen Creek auf dem Programm. Das Schwimmen wurde dann durch ein Schild am Flussrand, trotz perfekter Dschungelathmosspäre, ein kleines Bisschen unentspannter.

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Am Abend war dann frühes Lichterlöschen angesagt – einerseits wollten wir am nächsten Tag die 6h-Wanderung auf den Mt Sorrow in Angriff nehmen und anderseits wurden wir von den Insekten beinahe gefressen.

Am nächsten Morgen dann die grosse Enttäuschung. Der Trail endete nach knapp 10 Metern… eine orange Absperrung verhinderte unser Weiterkommen und auf Nachfrage in der nächsten Siedlung wurde uns erklärt, dass der Trail seit dem letzten Zyklon nicht mehr passierbar sei.

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Das Alternativprogramm, Rumhängen und Baden am Palm Cove Beach, war vielleicht nicht ganz so sportlich, aber durchaus lohnenswert. Schwimmen musste man allerdings im abgesperrten Bereich, da immer noch Quallensaison ist, und zumindest wenn man den Warntafeln glauben kann, sich auch Krokodile in diesen Gewässern aufhalten.

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Am späteren Nachmittag brachen wir dann auf in Richtung unseres heutigen Campingplatzes. Dieser befindet sich am Lake Tinaroo, also so ziemlich Mitten im Nirgendwo. Der Vorteil hier: es gibt ein bisschen Handy-Empfang (nur unten am See) und deutlich weniger Moskitos. Ausserdem ist der Sonnenuntergang ganz ansehlich.

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Falls euch dieser Eintrag etwas holprig erscheint: er wurde abwechslungsweise von mir und Remo Satz um Satz (und unter Einfluss von Whiskey) geschrieben.