Earlybirds

Heute gings sogar für uns, die leider inzwischen das frühe Aufstehen gewöhnt sind, extrem zeitig aus den Federn. Eine 4 stand noch zuvorderst auf der Uhr, als der Wecker klingelte. Schliesslich wollten wir den Sonnenaufgang in Angkor Wat erleben.

Unser TukTuk-Fahrer holte uns um 5 vor dem Hotel ab und los gings zum weltweit grössten Tempelkomplex Angkor, spezifisch zum berühmtesten Tempel Angkor Wat. Kalt wars heute morgen und schlaftrunken trottete ich im Dunkeln hinter Cuno her, der sich einen guten Spot zum Fotografieren ergattern wollte. Glücklicherweise blieb noch etwas Zeit für einen Kaffee, was mir in dieser herrgottsfrühe aber auch nicht allzu viel half. Hmmm… ich glaube der Morgen und ich werden nie beste Freunde.

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Als wir dann sahen, dass sich die ganze Touristenschar vor dem See aufgebaut hatte, entschieden wir uns für ein Alternativprogramm. Etwas näher zur Anlage, freie Sicht und für Cuno sollte es dank seinem Weitwinkelobjektiv doch noch möglich sein, den ganzen Tempel ins Bild zu bringen. Während Cuno Stellung bezog, entschied ich mich schon mal alleine eine Runde im Tempel zu drehen. Schon noch speziell so ganz alleine im Dämmerlicht in einer so alten Anlage rumzulaufen. Vor allem wenn man weiss, dass diese einige Minuten später von Menschrmassen überrollt werden wird.

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Cuno war währendessen vollauf beschäftigt mit der Fotografie. Jedes Mal wenn man ihn sah, mit einem dicken Lachen im Gesicht. Ich hingegen war dankbar, dass mir der Stress erspart blieb – Teleobjektiv aufsetzen, Foto schiessen, Objektiv wechseln, Stativ an- und abschrauben, kleine Kamera hervorkramen und zwischendurch auch das Natel nicht vergessen, damit auf dem Blog auch noch einige Fotos landen.

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Nach Angkor Wat gings mit unserem Fahrer weiter nach Angkor Thom, der ehemaligen Hauptstadt und in ihr, der ebenfalls sehr berühmte Bayon Tempel. Der Bayon Tempel hat auffällig viele Gesichter 😉 sprich überall sind Gesichter in den Steinen zu erkennen.

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Danach kamen wir zum Baphuon Tempel. Dieser Tempel ist sehr stark beschädigt und wird momentan restauriert. Sieht noch speziell aus, all die Steine schön sortiert auf dem ganzen Gelände verteilt zu sehen. Auf einer Infotafel war irgendwo ein Satz zu lesen, es sei wie ein riesiges Puzzle in 3D.. also die Auslegeordnung scheint beendet 😉

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Von dort gings zu Fuss weiter durch die Ruinen von Angkor Thom. Die Gegend ist super schön, mit vielen riesigen Bäumen und zwischendurch wieder einige Mauerruinen, künstliche Gewässer und halbverfallenen Tempeln.

Der nächste Halt war beim Ta Prom. Diejenigen, die sich beim Tomb Raider Film nicht nur auf Angelina Jolie konzentriert haben, werden ihn vielleicht wiedererkennen, besonders das Tor mit dem im Mauerwerk verwachsenen Baum.

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Mir persönlich hat dieser Tempel am besten gefallen, obwohl er doch recht stark beschädigt ist. Man konnte überall super über die Trümmet klettern, enge Grotten erkunden und auf denn Mauern spazieren. Zumindest ging ich davon aus, da im Gegensatz zu den anderen Tempeln keine Hinweisschilder oder Absperrungen angebracht sind. Naja, der Polizist, der mich plötzlich auf kambodschanisch zusammen stauchte war da irgendwie leicht anderer Ansicht. Mit Gesten drohte er mir er würde mir Handschellen anlegen, zumindest so deute ich seine Zeichen mit auf mich zeigen und die Hände hinter den Rücken. Kaum hatte sich die Stimmung einigermassen beruhigt, stiess Cuno über eine andere Mauer zu uns, was der Situation jetzt auch nicht gerade zuträglich war. Der arme Polizist, mit der neuen Wendung nun völlig überfordert, stellte sich taub und telefonierte immer wieder mal rum. Auf Fragen reagierte er überhaupt nicht und so erstaunte es uns schon etwas, als er uns plötzlich davon winkte. Ok, nochmals alles gut gegangen, aber ich glaube gelbe Shirts und Polizisten sind irgendwie eine schlechte Kombination (Sorry, für den Insider…)

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Nach dieser doch etwas angespannten Szene brauchten wir eine Stärkung, was sich hervorragend mit dem Umstand traf, dass es auch Zeit fürs Mittagessen war. Danach hielten wir mit unserem Fahrer eine Sitzung ab, wie das Programm in den nächsten 1.5 Tagen gestaltet werden soll. Da ich so langsam genug Tempel gesehen habe und rechtzeitig auf Rogers Match in der Stadt zurück sein mochte, setzte ich mich dafür ein, das heutige Programm etwas abzukürzen. Als Kompromiss gehen wir morgen noch die weiter entfernten Tempel anschauen.

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Sooo, dann mal Cheers euch allen und hoffen wir gemeinsam auf einen Schweizer Final in Melbourne!


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