Kayak und Delfine

Ein Tag im Kayak mit Start um 08:00. Oder zumindest glauben wir das. Um 8:19 Uhr stehen wir beim Kayak King. Wir werden aufgeklärt, dass das Frühstück vor dem sportlichen Teil erst um 08:30 Uhr beginnt. Naja, in der Broschüre stand 08:00 Uhr was auch nicht weiter schlimm ist. Der nette Mann aus Litauen meint, dass das vorkommt und die Printmedien nicht immer auf dem aktuellsten Stand seien. Anstandslos bekommen wir Banana Pancake und Rührei serviert. Inklusive Kaffee.

Kurz darauf erfahren Wir, dass wir die einzigen beiden Teilnehmer seien und uns mit einem einzigen drei Personen Kayak (Remo, Ich und der Guide) in die fluten stürzen werden. Am Tag zuvor waren’s noch 16 Personen und vor zwei Wochen gar 30! Das läge daran, dass an diesem Tag ein grosses Bootrennen stattfindet und das viele Touristen anlockt. Uns kann das noch so recht sein.

Jetzt müssen wir ins noch richtig einkleiden. Badehose und FlipFlop und Dry Bag ist schon gar nicht so schlecht. Was noch fehlt sind Schwimmweste und Strohhut. Kurz darauf wird auch das Barbecue in Rohform geliefert, was dann zu gegebener Zeit unser Mittagessen sein wird.

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Jetzt aber erst mal los. Wir begeben uns ans Flussufer und suchen uns das schnellste Kayak aus. Oder halt jenes, welches zuoberst auf dem Haufen liegt. Die 15 Minuten Training lassen wir bleiben. Wir machen also einen erfahrenen Eindruck, was das Paddeln angeht, was ja gar nicht so falsch ist. Denn wer sich erinnern mag und unseren Blog fleissig verfolgt weiss, dass wir bereits White Water Rafting Erfahrung gesammelt haben.

Jetzt ab in die tobenden Wassermassen! So tobend sind die eigentlich gar nicht, es ist eher schon quälend streng sich nur schon vom Fleck zu bewegen. Aber sobald wir den Schwung aufgenommen haben geht’s ordentlich der Küste von Don Det entlang. Dieser folgen wir bis zum Schluss und wechseln dann an die Westküste von Don Khon bis vor den Wasserfall. Weil wir den bereits am Tag zuvor gesehen haben verlassen wir das Wasser an dieser Stelle.

Wir machen uns zu Fuss auf dem Landweg weiter um den Wasserfall herum. Das Kayak wird auf einen Anhänger verladen, welchen zwei kleine Jungs für 20000 Kip 15 Minuten Fluss abwärts ziehen. Kurz werden sie noch von einer Kuh angegriffen aber ansonsten verläuft die Reise zum einstiegs Strand ohne weitere Zwischenfälle.

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Zurück im Wasser paddeln wir auf direktem Weg zu den Delfinen! Unser Guide erklärt uns, dass hier noch acht Erwachsene und drei Jungtiere leben sollen (was auch dem Weltweiten Bestand dieser Art entsprechen dürfte) obwohl erst kürzlich einer verstorben sei. Ob dieser zu den genannten gezählt hat oder nicht kann ich nicht in Erfahrung bringen.

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Es geht nicht lange und wir erblicken tatsächlich die eine oder andere Rücken beziehungsweise Schwanzflosse! Wir warten ganz ruhig und hoffen, dass sich uns eines der Tiere nähert. Vergebens. Wir sehen zwar noch einige Male einen Delfin aufspringen, das jedoch nur aus einer grösseren Entfernung. Anstatt noch länger zu warten machen wir uns auf in Richtung Kambodscha, wo wir unser Mittagessen einnehmen werden.

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Wir legen mit dem Kayak an und entladen unser Gepäck. Nach der langen Zeit in der prallen Sonne brauche ich ein Bad im grössten Fluss Asiens zwischen Laos und Kambodscha. Nach dieser Erfrischung gehen wir ins Dorf und setzen uns zwischen Hunde, Katzen, Hühner und Hähne. Einige Menschen gibt’s auch und das ist gut so, sie bereiten uns unser Barbecue vor! Endlich geniessen wir unsere erste Mahlzeit auf kambodschanischem Hoheitsgebiet. Auch wenn mir Remo in den letzten Tagen nicht mehr so schön aufisst!

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Gestärkt geht die Reise weiter. Ab ins Kayak und den Mekong weiter südlich. Es sind noch gut 1.5 Kilometer und wir steigen erneut auf die Strasse um. Das Kayak im Tuk-Tuk verladen und uns dann irgendwo dazwischen setzen. So fahren wir zum grössten Wasserfall von Südostasien! Das ist jetzt der Wasserfall, den ich im letzten Post fälschlicherweise erwähnt habe. Dafür möchte ich mich entschuldigen.

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Und tatsächlich sind das ganz andere Dimensionen was die Wassermassen anbelangt. Wir schiessen das eine oder andere Foto, wie es auch die restlichen, hauptsächlich asiatischen, Touristen machen. Wir wollen schliesslich nicht allzu sehr aus der Reihe tanzen.

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Nach dem Wasserfall bestaunen wir einen sich noch im Bau befindenden Tempel, der einen heiligen Baum beherbergt. Das heisst, der Baum ist noch ein Stamm und den haben sie aus dem Fluss gezogen und jetzt hinter Panzerglas gesetzt. Um das ganze herum entsteht nun eine hübsche Tempelanlage.

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Tempel besichtigt, Tuk-Tuk bestiegen und 20 Kilometer nach Nakasang zurückgelegt und es wird wieder gepaddelt. Die letzten 30+ Minuten bis zum Pier von Don Det. Der Guide ist erschöpft. Er meint, dass er das jeden Tag macht und sich seine Arme nicht so richtig erholen können. Armer Kerl, wir spendieren ihm ein Bier.

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Mit in der friedlichen Bierrunde ist auch der Herr aus Litauen, den wir bereits am Morgen getroffen haben. Wir erzählen uns gegenseitig einige Geschichten aus dem Leben und erfahren, dass sich der Herr aus Litauen, an dessen Name ich mich nicht erinnere, auch schon in der Schweiz aufgehalten hat. Kein Wunder! Wie wir erfahren ist er seit gut 30 Jahren auf Reise. 6 Monate arbeiten irgendwo wo er sich gerade befindet und weiter 6 Monate weiter durch die Weltgeschichte. Irgendwie tönt das gar nicht so falsch, da bekommt man so einiges zu sehen.

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Bier leer und zurück ins Hotel. Internet funktioniert nicht bei uns also essen wir auswärts. Schliesslich brauchen wir noch eine Unterkunft für Phnom Penh morgen Abend und das Buchen mit Internet gestaltet sich um einiges einfacher als mit Telefon und Lonley Planet!


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